Vom Ziel zum Weg oder wie schaffe ich es ein Raumschiff zum Mars bringen

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Gehirn mit Rakete

Eigentlich schreibe ich keine direkten Coaching-Artikel, da sie oft gar nicht gelesen werden, nach dem Motto: „Oh, schon wieder ein geistiger Ausfluss in Sachen Selbstoptimierung“ oder „Ach, immer diese Binsenweisheiten“. Zugegeben, meistens ist es auch so und ehrlich ge- sagt, manche Dinge sind auch wirklich so einfach wie simpel. Wir messen diesen einfachen Dingen oft keine Bedeutung zu, weil wir sie nicht wahrnehmen oder meinen, dass sie nichts bewirken können. Aber genau dieser Denkansatz ist vielleicht nicht immer von Vorteil, oder hat Dich noch nie eine Mücke in der Nacht zum Wahnsinn getrieben? Die Mücke ist klein und winzig, bewirkt jedoch, dass Deine Nacht vorbei ist.
Willkommen in meiner Welt der Denkansätze und Grundannahmen
Die erste Frage die im Zeitalter der körperlichen wie physischen Selbstoptimierung gestellt wird, ist die: Brauche ich ein Ziel?
Allein diese Frage ist bereits kein guter Ansatz. Denn was ist denn dieses brauchen? Ich brauche ein Dach über den Kopf, etwas zum Anziehen, etwas zu essen und natürlich Gesundheit. Schon habe ich alles zum Überleben. Ist dann die Antwort auf die oben gestellte Frage: Ja ich brauche ein Ziel um zu überleben? Und animiert mich diese Art der Fragestellung und die Antwort zum aktiven und kreativen Handeln, um etwas Neues mit meinem Leben anzufangen? Das ist so ungefähr, wie die allseits beliebte Affirmation: Ich will reich werden. Oder die Frage: Warum bin ich nicht reich? Oder: Warum passieren immer nur mir die Malheure? Bringen diese Fragen Dein Gehirn in Richtung Lösungsorientiertheit? Nein? Dann vielleicht, weil diese Fragen oder Affirmationen zu unkonkret sind. Das Gehirn möchte aufgrund seiner Plastizität gefördert werden, es möchte gern, sagen wir mal, bewegt werden.
Das Gehirn ist im weitesten Sinne ein Muskel und der muss benutzt werden, wenn auch nicht mit Gewichten, jedoch mit gewichtigen Fragestellungen. Pauschale Fragen führen das Hirn eher in den Stand-by-Modus. Es ist nichts zu tun. Diese Stand-by-Modus-Menschen leben dann Tag ein und Tag aus im selben Trott ohne sich weiterzuentwickeln. Für manchen Menschen sicher sehr angenehm. Jedoch nun mal nicht der Sinn des Lebens. Und der ist Wachstum, egal in welche Richtung, sei es in Richtung mehr Kinder zu bekommen, klüger zu werden oder sonst einen Fußabdruck auf diesem Planeten zu hinterlassen. Pflanzen wachsen täglich über sich hinaus und Tiere bereichern die Natur ebenso täglich. Alles ist Wachstum. Ansonsten würde der Planet Erde zu Grund gehen.
Also die Qualität Deiner Fragen bestimmen die Qualität Deines Lebens. Eine für das Gehirn förderliche Frage wäre also: Habe ich ein Ziel? Und wenn die Antwort Nein ist, dann stellt sich die weitere Frage: Was möchte ich in meinem Leben erreichen/bewirken bzw. welches Ziel möchte ich erreichen? Die Frage: Warum habe ich kein Ziel? ist nicht zielführend und führt auch nicht zu einer sinnvollen Antwort. Damit denken wir in die falsche Richtung, also nach hinten, anstatt nach vorn.
Mit der richtigen Frage fängt der Denkapparat an zu arbeiten. Herzlichen Glückwunsch.
Die Frage, ob man überhaupt ein Ziel haben muss, ist obsolet, denn wir haben täglich Ziele, die wir erreichen wollen. Sie sind nur unscheinbarer. Für alle Büroleute wäre das Ziel, bis zum Mittagessen zu überleben, den Afterwork mit wem auch immer zu genießen oder den nächsten Urlaub zu planen, sofern man so etwas überhaupt braucht. Vielleicht als Ziel auch den Kauf neuer Klamotten und abnehmen, um in dieselben zu passen oder Treffen von Freunden. Alles kleinere Ziele die wir uns täglich vornehmen. Wer also behauptet der Mensch braucht keine Ziele, der irrt, da wir darauf konzipiert sind Ziele, meinetwegen in Form von Träumen/Wünschen, zu haben, denn sonst könnten wir nicht überleben. Wenn wir also nicht das Ziel hätten, um Essen kaufen zu können, zuvor einer gewinnbringenden Tätigkeit nachzugehen, müssten wir verhungern. Die Qualität Deiner Ziele bestimmen also auch die Qualität Deines Lebens.
Das Ziel muss auch groß genug sein. In der Coachingsausbildung habe ich noch den Zusatz gelernt, dass das Ziel auch für Dich selbst erreichbar sein muss. Ich habe diesen Denkansatz verworfen, da ich diesen für nicht erwiesen halte. Es gibt viele Beispiele, auch aus meinem privaten Umfeld, bei denen Menschen ein Ziel hatten, es nicht erreichten, aber sich jemand anders fand und das Ziel in nächster Generation durch Fortführung der Arbeit realisierte. Also aus welchem Grund, soll ich meine Ziele und damit mich selbst limitieren? Selbst das darauf hinarbeiten, ist doch bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Oder soll jetzt die Menschheit einfach aufhören zu forschen, wie sie die Energie des gesamten Planeten nutzen kann, da sie in dieser Generation ohnehin nicht den Level 1 auf der Kardaschow-Skala erreichen kann? Sollen von Forschern begonnene Projekte einfach ad acta gelegt werden, weil sie es nicht mehr erleben? Das ist Unsinn. Also setz Dir die Ziele groß genug, auch wenn sie Generationen überbrücken müssen. Die Menschheit hat sich nur so weiterentwickelt und wird es weiterhin auch genauso tun. Auf jeden Fall sollten die Ziele Respekteinflößend sein. Das muss nicht der Flug zum Mars sein. Ich wollte z.B. mal auf der Bühne im Herkulessaal in München stehen. Über 2.000 Zuschauer. Gruselig. Ja ich stand dort oben, vorne im Chor, am Mikro. Ziel erreicht. Mit diesem Chor, aber noch wesentlich größer, ging es auch live zum Guinness World Rekord, als größter Chor Europas. Ja ich stand dort ganz vorne mit den Vorsängern auf der Bühne in der Olympiahalle und habe zusätzlich den Initiator und Künstler gecoacht, der sich dieses Ziel in den Kopf gesetzt hat und Deutschlandweit Sänger gesucht hat. Mit einem enthusiastischen Team wurde das Ziel erreicht. War das einfach? Nein. Ist das viel Arbeit? Antwort: Wenn Du mal testen willst ohne Schlaf auszukommen…. Denn so einen Chor kannst Du nur in Gruppen proben lassen, wenn Du dir nicht täglich die Olympiahalle in München leisten kannst. Und dann fahren die Leute auch hunderte

Kilometer weit, um an den Proben oder dem Weltrekordversuch teilzunehmen. Geld verdienst du damit nicht. Es geht um das Ziel. Egal was es kostet. Sämtlichen Kritikern zum Trotz. So muss ein Ziel aussehen.
Setze Deine Ziele groß genug und die Umstände werden sich nach Deinen Zielen richten. Mahatma Gandhi
Mit dem Ziel allein gehen wir jedoch noch nicht los. Wieso nicht? Weil wir in einer Komfortzone leben. Unser Gehirn ist auf Energiesparmodus getrimmt, was ganz logisch ist, denn sonst würden wir uns womöglich ständig überfordern. Also leben wir mit Automatismen und bestimmten Routinen. Die Automatismen wie Atmen, Herzschlag usw. werden z.B. vom Medulla oblongata (Hirnstamm) gesteuert, denn sonst müssten wir selbst beim Schlafen noch darauf achten, dass wir atmen. Der Thalamus ist zudem die Umschaltzentrale für Sinneseindrücke. Dieser liegt oberhalb des Hirnstamms. Wenn wir etwas sehen, riechen oder
hören, dann müssen die Informationen darüber zunächst einmal den Thalamus durchlaufen. Daher wird der Thalamus auch gern als „Tor zum Bewusstsein“ betitelt. Er funktioniert wie eine Art Filter und bestimmt, welche Reize überhaupt erst hereingelassen werden. Damit kann er eine Überlastung des Gehirns vermeiden. Das Kleinhirn steuert die Koordination von Bewegungen. Es ist allerdings auch an der Regulation von Emotionen und am Gleichgewichtssinn beteiligt. Eingeteilt wird es in drei Unterbereiche, welche jeweils unterschiedliche Aufgaben in Bezug auf die Bewegungsregulation haben. So könnten wir sämtliche Gehirnareale durchgehen und stoßen immer wieder auf Automatismen, die wir nicht bewusst steuern müssen. Das würde uns, wie gesagt, sonst schlicht überfordern. Die Hirnforschung geht davon aus, dass unser Gehirn bis zu 95% unbewusst arbeitet. Es sind also lediglich 5 % die wir bewusst steuern können. Und dazu gehören beispielsweise die bewusste Steuerung von Gewohnheiten oder Wege zum bewusst gesetzten Ziel. Ganz schön wenig, auf das was wir Einfluss nehmen können und dennoch fällt es uns schwer. Wieso eigentlich?
Wenn wir ein Ziel erreichen wollen müssen wir aus unserer Komfortzone heraustreten. Unser Denkapparat ist jedoch im Energiesparmodus. Also müssen wir diese Energiesparmodus umgehen. Kurz und gut, allein das Ziel reicht nicht, um den Sparmodus zu überwinden.
Elon Musk hat einmal gesagt, wenn Du auf ein Ziel nicht hinarbeitest, ist es Dir nicht wichtig genug. Und er sagte weiter: „Wenn etwas wichtig genug ist, selbst wenn die Chancen gegen Dich stehen, solltest Du es trotzdem tun.“ Damit trifft er ins Schwarze. Ich muss dafür brennen und es wirklich wollen. Erinnert ihr Euch an mein persönliches Beispiel mit dem Chor? So, muss es sich anfühlen und wenn es meinen letzten Penny gekostet hätte und ich vor Müdigkeit tot umgefallen wäre. Völlig egal. Oder nehmen wir Andrea Stroppa. Er hat 3 Monate bei Wind und Wetter bei SpaceX auf der Straße ausgeharrt, um eine Umarmung von Elon Musk zu bekommen. Er hatte das komplette Repertoire von Social Media genutzt. Hat er seine Umarmung bekommen. Ja, mit seinem unbedingten Willen. Hast du so etwas schon erlebt oder getan? Vielleicht als Kind? Es reicht, wenn du genau dieses Gefühl hervorholst.
Es ist in Dir gespeichert, im limbischen System. Versprochen, du kannst es Dir zurückholen, dieses unbedingte Wollen. Das ist der Schlüssel oder von mir aus, dein Raketentreibstoff, um die Rakete zum Mars zu starten.
Gegenbeispiel: Halbherzige Dinge werden nie in die Umsetzung kommen – Punkt. Beispiel gefällig? Wie wäre es mit den Neujahrsvorsätzen? Die meisten Vorsätze fürs neue Jahr sind im Dezember noch jungfräulich und können gleich wiederverwendet werden. Daher muss die Motivation stimmen. Ich will es unbedingt erreichen, koste was es wolle. Ihr braucht Vorbilder? Ich bin ein Fan von Karl Lagerfeld. Er scherte sich nicht um Konventionen und ging einfach in Richtung Ziel. Selbst bei seinen Äußerungen war es ihm egal, was die Menschen von ihm dachten. Er wollte zeitlose Mode entfernen. Bleiben wir bei der Mode. Wie wäre es mit Coco Chanel? Eine Frau in einer Männerdomäne erschafft elegante Mode für den Alltag. Was für ein Stilbruch in der damaligen Zeit. Wie wäre es mit Maye Musk? Eine Frau erobert die prêt à porter und läuft mit 76 Jahren in Mailand über den Catwalk. Sie hat mit 50 Jahren

ihr Leben neu konzipiert und bricht mit der Konvention Alter. Wie wäre es mit Elon Musk? Er will die Menschheit multiplanetar werden lassen und zum Mars. Hat er es geschafft? Ja. Warum, er war doch dort noch gar nicht? Wie sagte Ralph Waldo Emerson so schön: Sobald Du eine Entscheidung getroffen hast, verschwört sich das Universum, um diese zu verwirklichen. Oder einfacher ausgedrückt, der Geist herrscht über die Materie. Gedanken sind Energie und Energie wird sich immer Materialisieren wollen, sofern das Ziel konkret ist und die entsprechenden Emotionen vorhanden. Somit wird er es schaffen. Ohne Zweifel.
Beispiel gefällig? Schon mal an jemanden gedacht, den Du lange nicht gesehen hast und es klingelt das Telefon und genau diese Person ist dran? Hast Du schon mal die Entscheidung getroffen Deinen Job zu kündigen, um etwas anderes zu tun und den Job dann auch gekündigt und plötzlich geht die Tür zu einer anderen Welt auf? Ich höre lieber Leser Deinen Gedanken, dass sei Esoterik oder Zufall. Ich könnte jetzt einen großen Bogen in Richtung Quantenforschung schlagen und es mit den neuesten Forschungsergebnissen belegen, dass
das keine Esoterik ist, was jedoch an dieser Stelle zu weit gehen würde. Das behalte ich mir für einen weiterführenden Artikel vor. Lieber antworte ich mit der Aussage von Frederico Fellini: Der einzig wahre Realist ist der Visionär.
Kurze Zusammenfassung: Es braucht ein Ziel, egal wie groß und einen unbedingten Willen. Reicht das? Nein, immer noch nicht. Du erinnerst Dich an den Energiesparmodus? Was ist, wenn ich strauchel oder aufgrund diverser Umstände irgendwie meine glühende Motivation verliere. Das Streichholz brennt zu Beginn auch sehr enthusiastisch, verliert dann irgendwann doch die Kraft, da der Weg sehr lang sein kann bis zum Ziel. Wie kann ich das jetzt überbrücken? Antwort: Durch Gewohnheiten. Diese helfen uns weiterzumachen, auch wenn der Bioanzug aufgrund der Umstände gern in den Energiesparmodus drängt.
Schon allein mit der Zielsetzung verlässt Du die bequeme Komfortzone. Das bedeutet Stress. Noch mehr Stress, wenn man daran verzweifelt und es zu langsam geht oder Rückschläge passieren. Das Buch „Mach Dein Bett“ von Mc Raven ist ein gutes Beispiel um Gewohnheiten zu etablieren. Im Gegensatz zu den Zielen, die nicht groß genug sein können, sollten Gewohnheiten in kleinen Häppchen etabliert werden. Warum? Der Energiesparmodus muss überbrückt werden. Und es sollten nicht zu viele Gewohnheiten sein, die ich etablieren will. Morgens um 4 aufstehen, eine Stunde joggen und dann eine Stunde am Plan zum Ziel arbeiten sind eine nette Idee. Spätestens am Tag 2 wird es am Aufstehen scheitern, wenn Du lieber erst um 7 Uhr aufstehen möchtest. Alles auf einmal geht nicht. Also lieber täglich 10 Minuten eher aufstehen. Oder 5 Minuten eher. Wenn Du gerne die Snooze Taste nutzt, dann lege das Mobile oder mit was du auch immer geweckt wirst in die Küche neben die Kaffeemaschine, sodass Du aufstehen musst. Dann bist Du wach und gehst seltener zurück ins Bett. Du willst joggen, dann lege Dir die Klamotten bereit. Kurz und gut, schaffe eine Umgebung die ein Nein-Sagen unmöglich macht. Setze die täglichen Ziele ganz klein an und steigere sie langsam, sodass es sich ganz einfach anfühlt, also ohne Stress realisierbar ist. Wenn Du joggen willst, aber das noch nie gemacht hast, dann fange mit wenigen Minuten
an. Warum? Es muss auch morgen noch Spaß machen, die Motivation muss morgen noch da sein. Wenn du Dich auspowerst, dann bleibst Du den nächsten Morgen lieber im Bett liegen. Dann lieber mit 2-5 Minuten beginnen und ganz langsam die Zeit steigern. Als ich mit der Pilatestrainerausbildung an den Geräten begonnen habe, neben dem Vollzeitjob, und mich in den Challengebereich hinauftrainieren musste, war ich oft kurz vor dem aufgeben, da Übungen beim oberen Level sehr herausfordernd sind. Einer meiner Teachertrainer sagte mir, lieber mit drei ehrlichen Versuchen die Übung durchführen, auch wenn sie nicht gelingen, als aufgeben. Und das immer wieder. Aufgeben ist keine Option. Hat es funktioniert? Ja! Der Körper machte mit, weil das Mindset stimmte und ich Menschen um mich hatte, die daran geglaubt haben, dass ich das hinbekomme, auch wenn es überhaupt nicht danach aussah. By the way, es ist immer gut mit Menschen in Kontakt zu stehen, egal wer, der an Dich glaubt, auch wenn Du es nicht tust. Das hilft, wenn der Mut oder die Motivation schwinden.

Was hilft noch? Nutze z.B. die Zeit unter der Dusche, um Dich zu stretchen oder das Zähneputzen, um den Tagesplan aufzustellen, das sollte in 3 Minuten möglich sein. Das kostet Dich keinen Sekunde Zeitverlust und bringt Dich weiter. Organisiere Dich also so, dass Du nicht Nein sagen kannst, dann sind die Häppchen groß bzw. klein genug, damit Du sie auch am nächsten Tag wieder genießen kannst.
Mach das mindestens 30 Tage und eine Gewohnheit ist in Dir drin. Dann nimm Dir die nächste Gewohnheit vor. Spätestens dann fängt es an Spaß zu machen. Warum? Du hast die erste Gewohnheit bereits erfolgreich etabliert. Damit bist Du bereits aufgrund des Erfolges motiviert die nächste Gewohnheit zu etablieren. Nimm diesen Energieschub mit, für das nächste kleine Ziel. Und es wird schneller gehen. Ähnlich wie beim Sprachenlernen. Glücklich ist derjenige der zweisprachig aufgewachsen ist. Wenn Du es jedoch schaffst, selbst mindestens 2 Sprachen zu lernen, dann wird das Lernen jeder weiteren Sprache einfacher. Warum? Du weißt wie es geht und hast ein gewisses Gefühl für fremde Sprachen, vor allem,
wenn diese aus demselben Sprachraum kommt, wie Z.B Portugiesisch, Spanisch und Italienisch. Außerdem weißt Du, dass du die Sprache schnell lernen kannst. Du bist motiviert. Ähnlich funktioniert es mit jeder weiteren Gewohnheit. Ach übrigens, Sprachen werden meist auch Häppchenweise gelehrt und es werden nicht täglich 100 oder mehr Vokabeln gepaukt. Würde Dich das animieren weiterzumachen? Sicher nicht.
Für den Fall, dass Dir das zu langsam geht. Rechne doch mal zusammen, wieviel Zeit zusammenkommt, wenn du täglich die wenigen Minuten dabeibleibst und zwar das gesamte Jahr, 365 Tage. Meinst Du nicht, dass Du in dieser Zeit Deinem Ziel wesentlich näherkommst und es sich somit lohnt dabeizubleiben? Übrigens geht es immer schneller, je mehr Übung Du bekommst. Und Du wirst die Zeit automatisch verlängern, wenn es Dir Spaß macht. Es ist wie der berühmte Zinseszinseffekt. Wichtig ist lediglich, dass Du Dich nach vorn bewegst, hin zum Ziel und Du Spaß dabei hast.
Was brauche ich noch? Nun ja einen gewissen Plan. Einer meiner Persönlichkeitstrainer meinte, der Plan müsse ziemlich genau sein, also mit Tagesplan, Wochenplan, Monatsplan, Jahresplan und mindestens einen 7jährigen Plan. Ihr kennt die Frage: Wo willst du in 10 Jahren sein? Meine nicht sehr höfliche und Antimainstream Antwort: Woher soll ich wissen, ob ich da noch Lebe? Ich habe ein Ziel und eine gewissen Struktur wie ich da hinkomme und gehe los. Planwirtschaft ist nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll. Nach dem Motto: Lieber unperfekt gestartet, als perfekt gescheitert. Also auch diesen Gedankengang nochmals selbst hinterfragen. Von den erfolgreichen Menschen ist zu erfahren, dass manche Dinge nie geplant waren. Elon Musk hatte nie geplant CEO zu werden oder Milliardär. Nun die Umstände führten eben dazu. Aber er hatte ein Ziel und hat darauf hingearbeitet, nach dem Motto: Folge den Träumen, sie kennen den Weg. Nun gut, in gewisser Weise wird auch er einen Plan haben, was zu tun ist. Wenn ich eine Firma gründen will, gibt es bestimmte Voraussetzungen die ich brauche. Das geht nicht ohne einen Plan oder ohne Unterstützer. Allerdings einen bis zum Kleinsten detaillierten ausgearbeiteten Plan, halte ich nicht für sinnvoll. Die meisten Menschen verheddern sich in Details und verlieren spätestens dann den Überblick und damit die Motivation. Eine Struktur mit Etappenzielen in die richtige Richtung und eine to-do Liste sind wesentlich wirksamer. Wie sagte Maye Musk so schön: „Mach einen Plan. Und wenn der nicht funktioniert, dann mach einen neuen Plan.“ Genau und jetzt stell Dir vor Du hast Wochen damit zugebracht einen 7 Jahresplan zu erstellen und diesen auch noch auf eine Monats- oder Wochenplan oder schlimmer auf einen Tagesplan detailliert. Das ist fast wie im öffentlichen Dienst, reine Zeitverschwendung, denn es kommt immer was dazwischen. Versprochen.
Am Ende ist es noch wichtig, sich mit Menschen zu umgeben, die in Deine Richtung laufen, die das Ziel erreicht haben oder die es einfach wissen müssen. Wichtig ist auch nie aufzuhören neugierig zu sein und zu lernen. Mentoren sind ein guter Ansatz, aber auch Persönlichkeitstrainer. Dennoch ist es ratsam, so wie ich es getan haben, Dinge zu hinterfragen. Auch Mentoren oder Trainer wissen nie alles und sind vielleicht, so gut sie auch sein mögen,

etwas eingefahren in ihren Ideen und im Denken. Daher macht es Sinn, neben persönlicher Weiterbildung durch Lesen von Büchern, auch verschiedene Seminare zu besuchen, da unterschiedliche Blickwinkel oft zu neuen Ideen führen, die Dich deinem Ziel erneut weiterbringen. Zudem frage Dich bei allen Informationen die Du erhältst, ob es für Dich Sinn macht.
Das Leben ist nun mal wie ein riesiger Supermarkt. Entscheide Du, was Du gebrauchen kannst. Kaufe jedoch keine unnützen Dinge, nur weil sie schön aussehen in deinem Lebenslauf.

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